Bilder vom Spreetreiben 2011


Bürgermeister Lothar Bretterbauer (CDU) wankt, strauchelt schließlich und patscht mit dem Gesicht voran ins Wasser. Der Schlamm am Ausstieg macht ihm und den anderen Teilnehmern des Spreetreibens zu schaffen. Die Flossen saugen sich im modrigen Untergrund fest.
Das Stadtoberhaupt nimmts mit Humor. Und einer Portion Glücksgefühl. Er hat sein erstes Spreetreiben als Aktiver überstanden.
Etwa 70 Wasserwachtler und Feuerwehrleute haben sich an der achten Auflage am Samstagnachmittag in Lübben beteiligt. Die Vorsitzende des Tourismusvereins Lübben und Umgebung, Sylvia Lehmann (SPD), hatte die Teilnehmer mit einer Botschaft am »Strandcafe« ins Wasser geschickt: »Schön, dass sie wieder da sind.« Im Vorjahr war das Spreetreiben des Deutschen Roten Kreuz (DRK) Kreisverband Fläming-Spreewald ausgefallen.
Das Spreetreiben hat einen Hauch von Karneval. Einige Teilnehmer hatten Perücken über ihre Schwimmanzüge gezogen, andere Narrenmasken aufgesetzt. Luckaus Feuerwehrmann Ralf Spruch zeigte mit einer Fahne Flagge für die Berstestadt. Der Spaß stand sichtlich im Vordergrund. »Bürgermeister werden auch dafür bezahlt, dass sie mal verrückte Sachen machen«, sagte Gerald Lehmann augenzwinkernd. Dass er und Luckauer Feuerwehrleute sich am Spreetreiben beteiligen zeigt, »dass beide Orte zusammenwachsen und keine Berührungsängste haben«. Stephan Loge war zum fünften Mal dabei. »Ich will zeigen, dass ich den haupt- und nebenberuflichen Rettern zur Seite stehe«, erklärt der Landrat, und fügt schmunzelnd hinzu: »Andere Leute machen Karnevalsumzüge. Wir baden halt in der Spree an.«
Etwa eine halbe Stunde waren die Teilnehmer im Wasser, das an den meisten Stellen nur hüfthoch war.
Von Andreas Staindl





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